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Jeden Tag gehen die Mädchen hinunter zum Fluss und holen Wasser. Eines Morgens schaut eine verträumt einem Schmetterling hinterher. Dabei stolpert sie, und der Krug wird beschädigt. Sie umwickelt ihn notdürftig mit ihrem Tuch. Aber das Wasser tropft an der Bruchstelle heraus und als sie im Dorf ankommt, ist die Hälfte weg. Die Mutter schimpft.

Eines Morgens aber, als die Mädchen wieder zum Fluss gehen, ist der schmale Pfad gesäumt von grünen Gräsern und vielen kleinen Blumen; rot, gelb und weiß leuchten sie.

„Das waren deine Wassertropfen“, freuen sich die Mädchen, „sie haben den trockenen Weg zum Blühen gebracht.“